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Island

Island - Feuer und Eis im Nordatlantik

Etwas südlich des Polarkreises im Nordatlantik liegt Island, die größte Vulkaninsel der Welt. Die faszinierenden Landschaften verbinden Vulkane und Gletscher - Feuer und Eis - und gehören zu den Traumzielen vieler Naturbegeisterter. Aber auch die lebhafte Metropole Reykjavik zieht viele Reisende in ihren Bann.


Land und Leute

Vulkane, Gletscher und Geysire

Islands Landschaften sind von Feuer und Wasser geprägt, wie kaum eine andere Region der Welt. Charakteristisch für die Insel sind unzählige Flüsse, Seen und Wasserfälle. Weite Ebenen und zum Teil über 2000 Meter hohe Berge kennzeichnen die Insel ebenso wie eine zerklüftete Küstenlinie mit weit ins Land reichenden Fjorden.
Das Hochland im Inneren der Insel ist trocken und wird von Wüstengebieten bestimmt. Neben teils aktiven Vulkanen, unwirtlichen Lavafeldern und Moränenlandschaften finden sich auch einige Seen und Flüsse in der Region, die ein geringes Pflanzenwachstum ermöglichen. Für Menschen ist das Hochland unbewohnbar.
Im Westen Islands stößt man auf Fjorde, lavabedeckte Gegenden und fruchtbare Gebiete, die vergleichsweise dicht besiedelt sind. Hier sollte jedoch angemerkt werden, dass die Bevölkerungsdichte Islands bei etwa 3 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt. Nordisland ist das Gebiet der Mitternachtssonne und bietet sanfte Landschaften wie auch grandios wild anmutende Gegenden. Die meisten Orte liegen im Küstengebiet. Der Norden Islands beheimatet beliebte Wintersportregionen.
Der Osten der Insel wird von zerklüftetem und von Fjorden durchschnittenem Bergland dominiert, das stellenweise in sanfte Hügelgebiete und Ebenen abfällt.
Im Süden und Südwesten Islands ist die Erde stellenweise sehr aktiv. Hier sind die Kontinentalplatten in ständiger Bewegung und vulkanische Aktivitäten an der Tagesordnung. Auf der ganzen Insel verstreut liegen zahlreiche Thermalquellen, die sich die Isländer in ihrer Badekultur nutzbar machen. Die Erdwärme wird auch zur Energiegewinnung weitreichend genutzt.


Klima

In Island herrscht ein maritimes Klima, das für die Breitengrade verhältnismäßig mild ist. Die Tagestemperaturen liegen zwischen durchschnittlich zwei Grad im Winter und dreizehn Grad im Sommer. Während es im Hochland teilweise deutlich kühler ist, können die Temperaturen in geschützten Regionen im Spätsommer auf über zwanzig Grad steigen. Der Norden der Insel ist oft von Schnee bedeckt, der näher am Golfstrom gelegene Süden meist schneefrei.


Bevölkerung

Island ist mit etwa 316.000 Einwohnern, die sich auf über 100.000 Quadratkilometer verteilen, recht dünn besiedelt, wobei jedoch ein Drittel der Bewohner in der Hauptstadt Reykjavik beheimatet ist. Die Isländer gelten als eher bedächtige und zurückhaltende Menschen, die Wert auf Privatsphäre und ihre kulturellen Eigenheiten legen. Nichtsdestotrotz sind sie überwiegend sehr gastfreundlich, hilfsbereit und interessiert an ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen.


Verständigung

Die Sprache auf der Insel ist Isländisch. Die Bewohner achten sehr auf den Erhalt ihrer Sprache. Fremdwörter werden grundsätzlich durch eigenständige isländische Wortschöpfungen ersetzt. Die Sprache hat sich im Laufe der Jahre so erhalten, dass es den Isländern problemlos möglich ist, auch sehr alte, historische Texte zu lesen.
Die Mehrzahl der Isländer spricht sehr gut Englisch. Vor allem in der Hauptstadt ist die Verständigung kein Problem. Deutsch ist auf der Vulkaninsel dahingegen eher selten anzutreffen.


Sehenswertes

Natur

Island ist vor allem für seine faszinierenden Naturschönheiten bekannt. Mehrere Nationalparks warten auf der Insel auf Besucher. Der kürzlich gegründete Vatnajökull- Nationalpark reicht vom Norden Islands bis zum Inselsüden und ist der größte Nationalpark Europas. Er schließt die Gebiete der Nationalparks Jökulsárgljúfur und Skaftafell mit ein. Während sich Infrastruktur wie Besucherstationen zum großen Teil noch im Aufbau befinden, sind die grandiosen Landschaften natürlich jederzeit einen Besuch wert. Der Park beherbergt unter anderem den mächtigsten Wasserfall Europas, den Dettifoss.
Inmitten der Riftzone der tektonischen Platten im Südwesten der Insel befindet sich der Pingvellir Nationalpark. Der Park zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands. Hier befinden sich unter anderem der Gullfoss Wasserfall und die Haukadalur-Geysire.


Weitere Sehenswürdigkeiten

Einen Besuch wert sind vor allem die Freilichtmuseen, die das Leben auf der Insel in früheren Zeiten lebhaft vermitteln. Auch verschiedene Kunst- und andere Museen sowie das Nationalmuseum in der Hauptstadt vermitteln den Besuchern Wissenswertes über Islands kulturelles Erbe. Zu den ältesten Gebäuden Reykjaviks gehört das aus dem 18. Jahrhundert stammende Regierungsgebäude, ein ehemaliges Gefängnis.
Zu den Touristenattraktionen der Insel gehört zweifelsohne die Blaue Lagune. Der See entstand durch das Geothermalkraftwerk Svartsengi. Das dort zur Energiegewinnung aus den Tiefen der Erde gepumpte Wasser fließt in die Lavafelder der Umgebung und bildet so den charakteristisch gefärbten, milchig-blauen See. Später wurde die Lagune in ein Thermalbad umgestaltet, das jetzt auch selbst Thermalwasser aus dem Untergrund pumpt. Das Wasser ist für seine heilsame Wirkung vor allem bei Hautkrankheiten bekannt.


Essen und Ausgehen

In Island sollte man die Speisekarte mit Aufmerksamkeit lesen, da auch Spezialitäten wie Schafhoden, Schafskopf und Haifischfleisch serviert werden. Ansonsten gehört vor allem Fisch zum Speisenangebot auf der Insel.
Wer gerne ausgeht, findet in der lebendigen Hauptstadt Reykjavik, die zu den modernsten Städten Europas zählt, dazu reichlich Gelegenheit.


Besonderheiten

Brisante Gesprächsthemen wie das ökologisch umstrittene Kárahnjúkar-Wasserkraftwerk oder den Walfang sollte man im Sinne freundschaftlicher Konversation vermeiden.

In Island ist es üblich, Häuser nicht mit Straßenschuhen zu betreten.

Die Anrede mit dem Nachnamen ist auch bei offiziellen Anlässen unüblich. Man spricht sich immer mit dem Vornamen an.


Karte und Satellitenansicht Island
















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