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Osterinsel

Die Osterinsel im Südostpazifik bekam ihren Namen aufgrund des Tags ihrer Entdeckung. An jenem Ostersonntag im Jahr 1722 kam der Niederländer Jakob Roggeveen auf die Osterinsel und seither heißt sie so. Wo knapp 4.000 Menschen in kargem Land ohne nennenswerten Baumbestand auf 164 km² Fläche leben, wird Spanisch sowie Rapanui gesprochen. Auch James Cook kam 54 Jahre nach der Auffindung hierher, empfand sie jedoch als nicht sehenswert und gab seinen Unmut in Zeilen seiner Logbücher ungehemmt Preis.

"Isla de Pascua" oder "Rapa Nui" wie die Osterinsel auch genannt wird, gehört politisch zu Chile, aber im Radius von 2000 km befindet sich kein bewohntes Eiland. Bis zum Festland Südamerikas beträgt die Distanz sogar fast 4000 km. Geographisch lässt sich die im Pazifik befindliche Insel dem polynesischen Archipel zuordnen. Im Grunde wäre die Osterinsel ein eher unansehnliches fruchtloses Land, von Gras, Vulkanen und Steinen geprägt - Steinen? Da fällt das Stichwort - Moais - für sie kommen die Menschen aus der ganzen Welt hierher, in das Land der drei untätigen Vulkane die über 500 Meter in die Höhe emporsteigen. Moai - das sind überdimensionale in Reih und Glied stehende Steinköpfe, sie wirken ein wenig Furcht erregend, schauen alle in die gleiche Richtung, landeinwärts, haben große Nasen, keine Ohren, und erstrecken sich bis zu 10 Meter Höhe und sind dabei fast 100 Tonnen schwer. Wahrscheinlich wurde der Tuffstein durch Speerspitzen und Werkzeugen aus dem härteren Vulkanbasalt geformt. Über 600 der vermutlich 1000 Statuen stehen noch heute auf der Osterinsel. Die Steinernen Köpfe sind mutmaßlich als Kult- oder Grabfiguren von Menschenhand erschaffen worden, wobei im Laufe der Jahre immer größere Statuen angefertigt wurden. Die Inselbewohner verteilten sie über die gesamte Insel.






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