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Vorsicht, Falle!

Ein mildes Klima und Sonne satt machen aus den Kanaren das ganze Jahr über ein Paradies für Urlauber. Doch überall da, wo sich viele Touristen aufhalten, wittern auch dubiose Gestalten das Geschäft ihres Lebens. Im Folgenden sind die größten Fallen beschrieben, die auf arglose Urlauber zwischen Playa del Inglés und Meloneras lauern.

Denn nur, wer die Methoden der Abzocker kennt, der kann seinen Urlaub in vollen Zügen genießen.

Souvenir, Souvenir! Die Straßenhändler

Sie locken mit Luxussonnenbrillen und Markenuhren zu unglaublich günstigen Preisen. Doch echt sind hier einzig die Probleme, die beim Kauf auf der Straße entstehen können.

Die Händler, zumeist afrikanischer Herkunft, beziehen ihre Ware aus China oder anderen asiatischen Ländern. Auf den ersten Blick sehen die feilgebotenen Plagiate täuschend echt aus, jedoch sind die Unterschiede in der Qualität und der Verarbeitung eklatant. Im schlimmsten Fall sogar gefährlich, denn so können die nachgemachten Sonnenbrillen den Augen sogar irreparable, gesundheitliche Schäden zuführen.

Nicht genug, dass ein Käufer selten Freude an dem erstandenen Schnäppchen haben wird, er macht sich in Spanien sogar strafbar! Der Erwerb von Plagiaten ist hier deutlich untersagt. Wer trotzdem bei dem Kaufvorgang von der Polizei erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen in Höhe des realen Markenwarenwertes rechnen. Das klingt zwar nicht viel, doch im Falle einer Designerhandtasche kann es sich um eine Geldstrafe im vierstelligen Bereich handeln.

Deshalb der Tipp: auch wenn das Schnäppchen noch so lockt, lieber Finger weg von den fliegenden Händlern.

Hütchenspieler: der Gewinn verführt

Wenn es Nacht wird in Playa del Inglés, dann haben sie Hochkonjunktur: die Hütchenspieler. Im Schutz der Dunkelheit wagen sie sich auf die belebten Plätze und fordern Urlauber zu einem Spielchen heraus. Die Regeln sind einfach: unter einem von drei Bechern wird ein kleiner Gegenstand versteckt. Dann mischt der Spielmacher die Becher wild durcheinander. Am Ende soll sein Gegenüber ihm mitteilen, unter welchem Becher sich der besagte Gegenstand befindet. Wer richtig tippt, der gewinnt eine nette Summe Geld.

Doch gewinnen kann niemand bei diesen Trickbetrügern, denn der Trick ist so simpel wie effektiv: Ein Lockvogel scheint jedes Spiel zu gewinnen, wodurch er die umstehenden Passanten zum mitmachen animieren soll. Lässt sich jemand darauf ein, tauscht der Spielmacher blitzschnell den Gegenstand unter dem Becher aus, sodass der Passant immer auf einen leeren Becher wettet. Da können die Augen auch noch so gut dem Becher gefolgt sein, es befindet sich nichts darunter.

"Rose für die Dame"- die Blumen- und Kräuterfrauen

Sie sind meist in einer Gruppe von vier bis fünf Frauen unterwegs, tragen lange Gewänder und Kopftücher aus Spitze. Die Blumenfrauen, oder auch Kräuterfrauen, haben einen ganz speziellen Trick: mit einer Rose oder einem kleinen Büschel Kräuter in der Hand gehen sie zielstrebig auf eine Frau oder ein Pärchen zu und wollen der Dame das Sträußchen schenken. Hört sich wie eine nette Geste an, ist es aber nicht. Getreu nach dem Motto "im Leben gibt es nichts geschenkt", entpuppt sich die Gabe als teuer bezahlt, denn während das Opfer von den Blumenübergabe und den Komplimenten abgelenkt ist, haben ihre Komplizinnen den Moment schon genutzt um die Handtasche leer zu räumen.

Wer eine Gruppe dieser Trickdiebinnen auf sich zukommen sieht, sollte deshalb am besten die Tasche samt Wertgegenstände fest an sich pressen und sich lautstark und energisch gegen das "Geschenk" wehren.

Es gibt wahrlich bessere Arten sein Geld auf den Kanaren unter die Leute zu bringen, als es an Straßenhändler und Trickbetrüger zu verteilen. Zwar ist die Polizei auf den Kanaren sehr präsent, dennoch schadet es nicht, selbst die Augen geöffnet zu halten, um nicht in diese Fallen zu tappen. Denn dann wird der Urlaub wirklich zur schönsten Zeit des Jahres.



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