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Vulkanismus auf Teneriffa

Wer die Insel Teneriffa schon einmal bereist oder sich ausgiebig über sie informiert hat, wird festgestellt haben, dass Teneriffa über sehr viel vulkanisches Gestein verfügt. Grund hierfür ist der Pico del Teide, der höchste Berg Spaniens. Er ist zudem der dritthöchste Inselvulkan der Erde.

Beim Teide handelt es sich um einen Schichtvulkan, der aus der großen Caldera herausragt. Die große Caldera, die den Namen Las Canadas trägt, hat einen Durchmesser von 17 km. Bis heute gehen Geologen davon aus, dass dieser Schichtvulkan bereits vor circa 170.000 Jahren aus einem älteren Vulkan hervorgegangen ist. So ist der Pico del Teide nachweislich nicht auf einmal entstanden, sondern in mehreren Teilabschnitten, nämlich durch aufeinanderfolgende Eruptionen. Das erklärt auch die verschiedenen Schichten des Vulkans.



Die Vulkanausbrüche von Teneriffa


Der letzte Vulkanausbruch liegt über 100 Jahre zurück und ereignete sich am 18. November 1909. Der Schlackenkegel brach am Chinyero aus, der circa 10 km in nordwestliche Richtung liegt. Der Chinyero selbst hat eine Höhe von 1.556 m. Nur 3 km vom Schlackenkegel des Chinyero entfernt befindet sich ein weiterer Schlackenkegel, der im Jahre 1706 die Ortschaft Garachico zerstörte.

Ein weiterer Vulkanausbruch ereignete sich 1798 in der großen Caldera, genau an der Flanke zum Nachbarvulkan Pico Viejo. Der Pico Viejo, der auf Teneriffa auch Chahorra genannt wird, hat eine Höhe von 3.135 m. Dieser Vulkan ist somit auch der zweithöchste Gipfel der Kanaren. Er ist 250 m tief und hat einen Durchmesser von 800 m. Geologen gehen davon aus, dass die Nasenlöcher des Teide oder des Narices del Teide beim letzten Vulkanausbruch auf der Insel entstanden sind.

Die Bestandteile des Vulkangesteins


Der Vulkanismus auf den Kanaren ist von alkanischer Natur. Hauptsächlich besteht das Vulkangestein, so wie man es heute kennt, aus Basalt. In der Vergangenheit wurden jedoch durch die Vulkanausbrüche auch andere Gesteinsarten wie Phonolithen und Trachyten ausgestoßen. Das Trachyten-Magma zum Beispiel ist viel zäher, sodass auch die Lava nicht soweit fließt. Dieses Magma sammelt sich in sehr großen Massen in der Nähe des Ausbruchschlotes. Auf diese Weise stauen sich die Gase darunter auf. Haben sie einen gewissen Grenzdruck erreicht, so werden diese Gase gefahrbringend und gewaltsam ausgestoßen.

Gibt es heute noch Vulkanausbrüche auf Teneriffa?


Auch heute noch wird Teneriffa regelmäßig von kleinen Erdbeben aufgesucht. Zu diesen Erdbeben kommt es, wenn das Magma in die Spalten auf der Erdkruste läuft. Doch der Druck reicht nicht aus, um das Magma wieder an die Erdoberfläche zu bringen. Denn der Pico del Teide ist eigentlich viel höher als der Teil, den man sieht. In Wirklichkeit hat der Schichtvulkan eine Höhe von 6.718 m, wovon sich 3.000 m unterhalb des Meeresspiegels befinden. Geologen und Wissenschaftler sind sich einig: Derzeit ist kein neuer Vulkanausbruch auf Teneriffa zu befürchten.




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