Dünen von Maspalomas
Lange war nicht klar woher der Sand der Dünen überhaupt stammt. Diverse Untersuchungen haben nun gezeigt, dass der Sand verschiedenen Ursprungs ist. Zum einen besteht er aus Material, dass aus der Erosion der Felsenküste stammt, zum anderen besteht der Sand aber auch aus Schwemmmaterial welches durch den Barranco de Fataga transportiert wurde, als dieser noch viel Wasser führte. Der größte Teil des Sandes allerdings besteht aus zerriebenen Muschelschalen, welche durch die Brandung, die Gezeiten, sowie durch die Veränderung des Meeresspiegels aufgetragen wurden. Der angeschwemmte Sand wird vom Passatwind weiter landeinwärts getragen, bis er auf ein Hindernis trifft und sich zu einer Düne auftürmt, welche dann ca. 2- 5m pro Jahr weiter landeinwärts wandert, bis sie sich durch ihr Gewicht und Bewuchs so stark verfestigt hat, dass die Wanderbewegung stockt. Diese Wanderung kann bis zu 500 Jahre dauern. Besonders bemerkenswert ist die Flora des Dünengebietes. Bedingt durch die Trockenheit, den Salzgehalt, den sandigen Boden und den Wind können hier nur Pflanzen überleben, welche entsprechende Anpassungsstrategien entwickelt haben.
Gleiches gilt auch für die Fauna der Dünen, weshalb diese, abgesehen von den rund 125 Insektenarten, auch nicht besonders vielfältig ist. Viele dieser Tier- und Pflanzenarten sind endemisch und kommen nur auf den Kanaren, manche sogar nur in der Umgebung der Dünen von Maspalomas vor. Unweit des Leuchtturms von Maspalomas befindet sich der kleine Salzwassersee "La Charca", welcher ein eigenes Ökosystem im Gesamtsystem des Dünengebiets bildet. Die Charca ist vermutlich der Rest eines vor rund einer Million Jahren entstandenen Flussdeltas am Fuße des Barranco de Fataga. Leider hat gerade die Charca stark unter den Sünden der Vergangenheit gelitten, als Abwässer einfach in den See eingeleitet wurden. Ein zusätzliches Problem entsteht durch das von Menschenhand verursachte Sinken des Grundwasserspiegels, welches die Süßwasserzufuhr verringert und zu einem Ansteigen des Salzgehaltes führt. Heute versucht man den ursprünglichen Zustand des einstigen Vogelparadieses wiederherzustellen.
2007 wurden einige Maßnahmen beschlossen um den Naturraum der Dünen von Maspalomas noch besser zu schützen. Als Vorlage hierzu sollen die Schutzzonen der deutschen und niederländischen Dünenlandschaften der Nordseeküste mit eingezäunten Wegen dienen. Tipp: Einen besonders schönen Überblick über die Dünen hat man, wenn man den Weg durch das Rui Palace Hotel, am Ende der Av. de Tirajana, weitergeht. Hier steht auch das Informationszentrum zum Naturpark "Dunas de Maspalomas"
Am Strand und in den Dünen sind recht viele Leute unterwegs. An der Wasserlinie spazieren ganze Karawanen von Urlaubern entlang. Mitunter muß man schon einmal eine Lücke suchen, um in Ruhe ins Wasser zu gelangen. Im mittleren Teil des Strandes wird FKK praktiziert. Hier und auch in den Dünen kann man auch wunderschön nackt wandern. Der hintere Teil des Dünenareals lädt mit seinem Bewuchs geradezu zum ungestörten Sonnen oder auch einmal zu mehr ein. Doch das Vergnügen währt nicht lange. Hunderte Spanner durchstreifen den ganzen Tag lang das Gelände.
Ist man in den Dünen unterwegs und steht gerade in einer Senke kommt schon fast Saharafeeling auf. Bloß Kamele fehlen noch. Die haben ihre Reitstation in Maspalomas. Von dort aus kann man sich eine kleine Runde durch die Dünenlandschaft schaukeln lassen.











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